Konzept


Die weltweit erste Port Feeder Barge soll als grüne  Logistikinnovation die interne Containerlogistik des Hamburger Hafens leistungsfähiger und gleichzeitig klimafreundlicher gestalten. Das neuartige Fahrzeug bietet für die zahlreichen Containertransporte, die zwischen den einzelnen Umschlagsbetrieben erfolgen und derzeit noch fast ausschließlich per LKW durchgeführt werden, eine attraktive und umweltfreundliche Alternative auf dem Wasser. Im Seehafenhinterlandtransport soll es als "schwimmendes Terminal" für die Binnenschifffahrt fungieren.

Im Rahmen ihrer täglichen Rundreise durch den Hafen soll die Port Feeder Barge alle großen Umschlagsbetriebe regelmäßig miteinander verbinden. Hierzu bestehen schon feste Vereinbarungen mit den betreffenden Terminals. Bei Bedarf werden auch kleinere Anlagen bedient. An einer zentralen Stelle wird zusätzlich ein Liegeplatz eingerichtet, an dem die Port Feeder Barge direkt auf Binnenschiffe umschlagen kann.

Die Port Feeder Barge bedient drei Geschäftsfelder:
Containerumfuhr
Feeder Operation
Binnenschifffahrt

Die akuten Engpässe im Straßennetz des Hafens werden durch die zahlreichen Containerumfuhren per LKW innerhalb des Hafens zusätzlich belastet.

Mit ihrem eigenen Containerkran kann die Port Feeder Barge unabhängig von der Verfüg-barkeit und der Kostenstruktur der kaiseitigen Kräne innerhalb des Hafens Umfuhren auf dem Wasser durchführen.

Verglichen mit dem Trucking auf der Straße kann die Port Feeder Barge die Umfuhr ...
  • zu attraktiveren Preisen,
  • von Partien, die aus einer großen Anzahl von Containern bestehen, schnell
  • von Containern mit Übergröße/-gewicht,
  • äußerst umweltfreundlich,
  • viel sicherer,
  • ohne Inanspruchnahme von Terminalpersonal,
  • auch bei geschlossenem Terminal-Gate
    ... durchführen.
Nicht nur in Hamburg müssen die Feederschiffe bei jedem Anlauf zahlreiche Terminals bedienen, an denen die Überseeschiffe abgefertigt werden.

Die Port Feeder Barge kann die Container stattdesen verteilen und sammeln, so daß sich die Feederschiffe nur noch auf wenige Terminals zu konzentrieren brauchen und somit die umständlichen, zeitraubenden, teuren und kollisionsträchtigen Verhol-manöver reduziert werden können.

Um die Anzahl der Verhol-manöver einigermaßen zu beschränken, sind die Feederlinien schon jetzt ein bedeutender Auftraggeber für die Umfuhr per LKW.
Die knappen Seeschiffsliege-plätze sollten nicht durch die kleinen Binnenschiffe blockiert werden, deren Abfertigung dort mit den großen Containerbrücken ohnehin sub-optimal ist. Ähnlich den Feederschiffen verlieren die Binnenschiffe viel Zeit während ihrer "Hafenrundfahrt", wobei pro Schiff noch deutlich weniger Container umgeschlagen werden.

Der Containerumschlag der Binnenschiffe kann komplett an die Port Feeder Barge delegiert und an einem zentralen Binnenschiffsliegeplatz durch-geführt werden. Dieser Um-schlag kann sogar an den Dalben im Strom erfolgen und benötigt somit keinerlei Kai-anlagen.

Die Terminals werden somit vom Binnenschiffsumschlag entlastet und die Binnenschiffe profitieren von einer drastisch reduzierten Liegezeit im Hamburger Hafen.